Fehlbelastgungen und Blockaden frühzeitig erkennen und lösen

Im besten Fall wird eine osteopathische Behandlung des Pferdes in einem jährlichen Check up durchgeführt, um Einschränkungen der Mobilität bereits vor der Entstehung und Verfestigung von Krankheiten erfolgreich zu therapieren.

Wie oft sollte ihr Pferd behandelt werden?

In der Regel ist eine einmalige Behandlung ausreichend, um vorhandene Läsionen zu lösen. In manchen Fällen, oder je nach Beanspruchung des Pferdes kann es jedoch nötig sein, regelmäßige Nachbehandlungen durchzuführen um längerfristig eine Verbesserung zu erzielen. Bei bevorstehenden sportlichen Aufgaben, wie lange Wanderritte, wie z. B. Alpenüberquerungen, oder vor der Turniersaison empfehle ich 4 Wochen vorher eine Behandlung durchzuführen.

Die Behandlung

Damit ihr Pferd die Behandlung so entspannt wie möglich genießen kann, sollte sie in der gewohnten Umgebung stattfinden, d.h. an einem Ort an dem sich ihr Pferd sicher und wohl fühlt.

Ihr Pferd sollte vor der Behandlung trocken einigermaßen sauber und nicht geritten sein.

Die Behandlung findet nach einer Gang- und Haltungsanalyse am Halfter mit Führstrick statt.
Das Pferd sollte nicht durch Futter abgelenkt werden.

Die Behandlung Ihres Pferdes dauert ca. 1,5 Stunden.


Eine Osteopathische Behandlung beinhaltet

  • Anamnese und Untersuchung
  • osteopathische Behandlung
  • bei Bedarf ergänzende Behandlungsmaßnahmen wie Laserbehandlungen, spezielle Faszientechniken
  • Überprüfung von Sattel, Zaumzeug und Zähne
  • Trainingsempfehlungen je nach Befund, individuelle Übungen zur Mobilisation Ihres Pferdes
  • Nachbehandlungsempfehlungen, evtl. weiterführende Diagnostikempfehlung.

Meine Therapieangebote, wie Homöopathie, Blutegel oder Akupunktur sind in der osteopathischen Behandlung nicht inbegriffen, werden jedoch auf Ihren Wunsch zusätzlich angeboten und berechnet.

 

Was darf ich mit meinem Pferd nach der Behandlung tun?

Dem Pferd sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich nach dem Lösen der Blockaden an die neue körperliche Situation gewöhnen zu können. Das veränderte Ausmaß von Beweglichkeit und Gleichgewichtes muss erst "abgespeichert" werden.

Deshalb sollte das Pferd 1-2 Tage nach der Behandlung nicht geritten werden. Es ist aber sehr wichtig, dass sich Ihr Pferd anderweitig, am Besten frei bewegen darf. Dafür bietet sich in der Regel die Koppel, Spaziergänge, oder lockeres Longieren ohne Hilfszügel an.


Indikationen

  • Steifheit, Lahmheit oder eine allgemein schlechte Körperhaltung 
  • Unterschiedliche Händigkeit, Schwierigkeiten mit Stellung, Biegung
  • generell schlechte Leistungen, oder bei einem plötzlichen Leistungstief
  • wenn es Schmerzen zeigt, sich gegen Reiterhilfen wehrt, bei Widersetzlichkeit
  • Hindernisse verweigert, unrunde Sprünge zeigt
  • beim Schmied schlecht die Beine gibt
  • der Rücken nicht mitschwingt,  nicht über den Rücken geht
  • Verwerfen, schlechter Kopf- Hals- und Schweifstellung
  • nach längeren Verletzungspausen, oder Stürzen
  • zur Rehabilitation nach medizinischen Eingriffen
  • bei Schiefheit, setzt den Reiter schief
  • Probleme bei der Versammlung, Lastaufnahme, oder Seitengängen
  • Schwierigkeiten, sich vorwärts-abwärts zu dehnen,
  • zu lange Lösungsphasen
  • Wegdrücken des Rückens, baut keine Rückenmuskulatur auf 
  • Taktunreinheiten, Stolpern, verkürzte Tritte, Buckeln
  • Kreuzgalopp, falsches Angaloppieren
  • bei Muskelverspannungen, Muskelschwund, asymetrische Bemuskelung
  • Rückenschmerzen, Kissing Spines
  • nach Komplikationen beim Abfohlen
  • Verhaltensänderungen, Berührungsempfindlichkeiten
  • vor dem Pferdekauf (zusätzlich zur tierärztlichen Ankaufsuntersuchung)
  • bei allen Formen von Verhaltensstörungen bzw. -auffälligkeiten
  • und zur vorbeugenden Gesunderhaltung insbesondere bei Leistungspferden
  • Wiederholte Koliken, Dauerrosse, oder andere organische Probleme....


Kontraindikationen


  • Akute Lahmheit ihres Pferdes sollte im Voraus tierärztlich abgeklärt werden! Frakturen, Sehnenschäden, Infektionen, können so zeitnah und fachgerecht behandelt werden.
  • Akute Verletzungen, offene Wunden, Entzündungen oder Infektionen
  • Trächtigkeit
  • Tumorpatienten